Es ist nicht so einfach heutzutage in Chile zu studieren. Viele Hürden stellen sich jungen Studenten in den Weg, dazu zählen vor allem schwerfällige Behördengänge und viel Bürokratie. Außerdem bereitet das doch sehr komplexe Hochschulsystem Chiles vielen Studenten noch große Probleme.
Grundsätzlich unterscheidet man in Chile zwischen drei verschiedenen Gruppen von Univeritäten, welche vom sog. Consejo Superior de Educación eingeteilt wurden.
Die erste Hochschul-Gruppe, auch “Universidades Tradicionales” genannt, sind Universitäten, die vom chilenischen Staat finanziert werden.
Die zweite Gruppe sind die “Universidades Privadas Autónomas”, die sich hingegen vollständig selbst finanzieren müssen. Die Folge: Sehr hohe Studiengebühren und viele unzufriedene Studenten. (Mittlerweile in Chile weit über 350.000, Tendenz steigend!)
Last but not least, gibt es dann noch private Unis, auch die “Universidades bajo supervisión” genannt, die allerdings vom Staat überwacht und ausgewählt werden, was aber nicht gleichzeitig ein Zeichen für gute Qualität hindeutet. Denn vor allem bei privaten Unis sollte man etwas vorsichtiger sein. Für deutsche Studenten ist wohl nach wie vor die beste Adresse die Universität von Chile (Universidad de Chile).
Um überhaupt an einer staatlichen chilenischen Universität oder Hochschule studieren zu können, müssen Studenten im Vorfeld eine spezielle Aufnahmeprüfung ablegen, die sog. “Prueba de Aptitud Académica”. Das Problem bei der Prüfung sind nicht nur die hohen Anforderungen der Prüfung an sich, sondern auch die daraus entstehenden Zusatzkosten.
Ohne Abi geht natürlich nichts – Die Grundvoraussetzung für alle austauschfreudigen Studenten ist natürlich das Abitur, ohne das es natürlich nicht möglich ist in Chile zu studieren. Zusätzlich muss man aber eben auch noch eine zusätzliche Aufnahmeprüfung bestehen, die auch die einheimischen Studenten absolvieren müssen.
Was dort geprüft wird ist von Hochschule zu Hochschule verschieden. Jede einzelne Institution hat seine eigenen Prüfungsbedingungen und Ansprüche und es empfiehlt sich in jedem Fall direkt bei der gewünschten Universität nach den Prüfungen und Aufnahmebedingungen im Vorfeld zu informieren.
Die Verantwortlichen der einzelnen Unis sind in der Regel schnell bei der Bearbeitung der einzelnen Anträge und setzen sich zügig mit den Antragsstellern in Verbindung und schicken gegebenenfalls nötige Unterlagen per E-Mail oder Post zu inklusive eines nötigen Visums.
Wer es ein bisschen einfacher haben will und auch nicht unbedingt vor hat für längere Zeit in Chile zu studieren, der sollte sich dann eher über ein Austauschprogramm mit einer Partneruniversität informieren. Ein Austauschprogramm dauert in der Regel ein Jahr und vereinfacht die Prozedur der Anmeldung etwas. Ein weiterer Vorteil eines Austausches ist, dass die Studiengebühren von vornherein wegfallen. Und das ist nicht alles. Man kann bei einem einjährigen Aufenthalt in Chile wunderbar das Land, die Kultur und die Menschen kennenlernen und sich danach entscheiden, ob man dort weiterstudieren will oder nicht.
Falls man sich dafür entscheidet hat man ausserdem bereits “einen Fuß in der Tür” und der bürokratische Weg für einen längeren Aufenthalt kann sich vereinfachen.
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